Wallberg

Mikrofinanz - Die Rolle der Mikrofinanzinstitute

Nach Angaben von UNO und Weltbank gibt es zurzeit mehr als 10.000 Mikrofinanzinstitute, die sich allerdings in Größe, Rechtsform, Geschäftsmodell und Eigentümerstruktur stark unterscheiden.

Oftmals beginnen MFI’s als Nicht-Regierungs-Organisation, Genossenschaft oder Kreditvereinigung, die die Vergabe von Mikrokrediten durch private Spenden oder entwicklungspolitische Fördermittel refinanzieren. Im Lauf der Jahre wachsen solche MFI’s zu formalisierten Finanzinstitutionen und lizenzierten Geschäftsbanken weiter.

Die Anzahl der Mikrofinanzinstitute, die Refinanzierungsmöglichkeiten suchen und sich einem Due Dilligence Prozess unterzogen haben, liegt bei rund 500. Bei diesen Instituten handelte es sich um so genannte wachsende oder „transforming“ MFI’s, die bereits einer externen Kontrolle durch Wirtschaftsprüfer unterliegen und teilweise unter staatlicher Aufsicht stehen. Sie haben ein professionelles Management und arbeiten profitabel. Hier liegen die Wachstumsraten bei 15 bis 25% pro Jahr. Die Eigenkapitalrendite der Mikrofinanzinstitute liegt bei rund 18% p.a., wodurch sich die hohe Wirtschaftlichkeit dieser Institute auszeichnet.

In der Vergangenheit wurde die Refinanzierung dieser Institute überwiegend durch IFI‘s (International Financial Institutions) sichergestellt. Da ihr Bedarf an Kapital mittlerweile jedoch sehr groß ist, suchen sie immer häufiger der Weg zum Kapitalmarkt. Die Anzahl profitabler „transforming“ MFI’s wächst weltweit jährlich um 20%.